BALLET DU GRAND THÉÂTRE DE GENÈVE — Schweiz

LUX/GLORY

Choreografie: Ken Ossola und Andonis Foniadakis 
Musik: Gabriel Fauré (Requiem), Georg Friedrich Händel
mit über 22 Tänzerinnen und Tänzern


Ein helles Memento Mori und der dunkle Glanz barocker Pracht beschreiben den Auftakt der 13. Internationalen Tanztage des großartigen Ballet du Grand Théâtre de Genève im Großen Haus. ‚Lux/Glory‘ ist ein tänzerischer Höhepunkt allzumal.

In seinem ‚Requiem‘ zeichnet Gabriel Fauré ein sanftes Bild des Todes. Der Schweizer Choreograf Ken Ossola verleugnet nicht die spirituelle Essenz des Werkes. Die Tänzerinnen und Tänzer scheinen sich in einem Zwischenzustand zu bewegen, halb schon der Erde zurückgegeben, halb noch der profanen Welt angehörig. ‚Lux‘ ist pure Schönheit, in der der Tod seinen Schrecken nicht verliert, aber ohne Angst angenommen wird. 

Ein grandios getanztes Ensemblestück ist auch ‚Glory‘. Zu einer gelegentlich elektronisch verfremdeten Collage aus Musikstücken von Händel konfrontiert der griechische Choreograf Andonis Foniadakis pralles Leben geradezu barock lustvoll mit der Allgegenwart der Endlichkeit. 

Das Ballet du Grand Théâtre de Genève hat nicht nur eine lange Tradition, sondern gilt im aktuellen europäischen Panorama zweifellos als eines der hervorragendsten. Die Vielseitigkeit des Repertoires und der Interpreten machen aus dem Ballet du Grand Théâtre de Genève, gegründet Anfang des 20. Jahrhunderts, ein bestechendes Ensemble. In den 60er- und 70er- Jahren war das Ensemble das europäische Aushängeschild der Schule von George Balanchine, öffnete sich dann neben der Klassik auch für die Neoklassik und den modernen Tanz und fand so sukzessive seinen eigenen erweiterten Stil. Seit 2003 wird die Compagnie von Philippe Cohen geleitet. 

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Termine

Dauer

120 Minuten

Ort und Preise

Großes Haus

Eintritt 10-40 Euro