Rahmenprogramm

„Man kann nicht nicht kommunizieren“, besagt die erste Grundregel der Kommunikationstheorie des Psychologen Paul Watzlawick. Man kommuniziert immer. Nur was? Und warum? Und was meint man damit eigentlich? Und was bedeutet das für den anderen? Die Notwendigkeit, sich selbst darüber klar zu werden, dies auch zu vermitteln und im Gespräch jeweils zu verhandeln, weiterzuentwickeln und zu modifizieren, wurde uns auf vielen Sitzungen innerhalb unseres Mehrspartenhauses bewusst: „Warum kooperiert ihr immer so gern mit der freien Szene? Ist die überhaupt noch frei, wenn sie am Staatstheater arbeitet? Warum immerzu diese Projekte? Warum geht ihr fünf Stunden mit 30 Zuschauer*innen wandern? Ist das noch Theater? Warum soll die/der Schauspieler*in jetzt auf einmal alles anders machen? Warum stehen hier Laien auf der Bühne? Und was hat die/der Zuschauer*in davon? Was meint ihr mit RESETTING STAATSTHEATER? Warum müssen Markus&Markus mit unseren Schauspieler*innen eine Woche zum Drehen nach Bayern fahren, warum machen die Helmis Bondage auf der Probe und was sollte die Blockierung des Bühneneingangs letzte Woche? Und wer sind eigentlich all diese Leute, die gestern auf der Probebühne gepennt haben?“ Gute Fragen von Kollegen. Und dann kommen ja noch Ihre, liebes Publikum, dazu, auf die wir schon jetzt gespannt sind.

Darüber wollen wir reden. Weil wir die Antworten auch nicht immer gleich parat haben. Gemeinsam mit Ihnen sowie den Künstler*innen und Kolleg*innen aus allen Abteilungen des Hauses, mit Theaterwissenschaftler*innen und Kulturjournalist*innen wollen wir ins Gespräch kommen, Banden bilden und gemeinsam herausfinden, warum, wieso, weshalb, was das alles soll, wem das was bringt und wie es noch anders funktionieren könnte. Und natürlich wollen wir auch gemeinsam feiern!

 

Diese Programmpunkte finden im Rahmen des BANDEN!-Festivals neuer performativer Allianzen statt.

Mehr zum Festival »