Große Vögel, kleine Vögel

Das Helmi

Wir wollen: Abbruchlandschaften und poetische Ruinen, die Dialektik der Vorstadt, den dunklen Ausdruck der Gesichter und das verrückte „Weiter! Immer Weiter!“. Intensive Puppen, gesungene Landschaften, tanzende Stricher und Spatzenbanden, Kommunisten und trotzige Perversionen, Hingabe und Erleuchtung, zwischen Narr und Heiligem. Wir wollen: das geheimnisvolle Niemandsland zwischen Märchen, Fabel, Surrealismus, Slapstick, marxistischer Allegorie und christlichem Lehrstück betreten, in dem Pasolinis Film ‚Große Vögel, kleine Vögel‘ spielt. Diese wunderbaren Bilder werden helmisiert, zugleich wird aber die Erhabenheit und Strenge des Vorbildes gewahrt. Wir wollen als Narren in dem Land umherziehen, in dem Vögel von der Ideologie berichten, die schönen Prostituierten in Kornfeldern sitzen, wo Laien und Schauspieler*innen gleichberechtigt agieren und in dem die magische Ennio-Morricone-Musik eine Atmosphäre zwischen Kirchenmusik und italienischer Tarantella beschwört. Pasolinis aggressive, klassenkämpferische Haltung, die sich in absurder Expressivität ausdrückt, bietet eine Facette für unsere Suche nach Erfahrung, Schmerz und Spiritualität. Dabei wollen wir mit unseren sprechenden Vögeln den Menschen auf der Reise ihres Lebens begegnen.

 

Dieses Gastspiel findet im Rahmen des BANDEN!-Festivals neuer performativer Allianzen statt.

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Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ im Rahmen der Gastspielförderung Theater aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder.

von und mit Cora Frost, Solene Garnier, Okka Hungerbühler, Felix Loycke, Florian Loycke, Brian Morrow, Burkart Ellinghaus, Dasniya Sommer, Emir Tebatebai

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