Maria

Roman Statkowski (1859 — 1925)

Oper in drei Akten
Libretto vom Komponisten nach einem Gedicht von Antoni Malczewski
in polnischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Deutsche Erstaufführung


„Eine Ausgrabung, die in jeder Hinsicht lohnend ist. Das gilt für das Werk ebenso für die Umsetzung am Staatstheater. [...] Musikalisch ist „Maria“ eine Offenbarung. Die Musik hat Kraft und Leidenschaft, beeindruckt mit mächtigen, prachtvollen Chorszenen (in der hervorragenden Einstudierung von Thomas Bönisch). Hendrik Vestmann und das Oldenburgische Staatsorchester sind kompetente und beredte Anwälte für diese mitreißende Musik. Ihre Wiedergabe ist vom Anfang bis zum Ende kraftvoll, lebendig und farbig. Ein Opernjuwel, das sich niemand entgehen lassen sollte.“
(Kreiszeitung)

„Diese „Maria“ ist'ne Sternstunde!“ (BILD Bremen)

„Das Wunder dieser Ausgrabung ist die Musik. [...] Zu der hervorragenden Leistung von Chor (Einstudierung Thomas Bönisch) und Orchester kommt die ausgezeichnete sängerische Besetzung.“ (Weser Kurier)

„Regisseurin Andrea Schwalbach, die im vergangenen Jahr in Oldenburg mit „Yvonne, Princesse de Bourgogne“ von Philippe Boesmans ebenfalls eine Rarität und deutsche Erstaufführung realisiert hatte, gelingt nun mit „Maria“ ein äußerst spannender und anregender Opernabend.“ (Kreiszeitung) 

 

Wacław, der Sohn des Woiwoden, soll nach Willen seines Vaters die polnische Königstochter heiraten, um somit für den gesellschaftlichen Aufstieg der Familie zu sorgen und deren Macht zu vergrößern. Dieser aber hat im Geheimen bereits seine große Liebe Maria geheiratet, die sein Vater für nicht standesgemäß hält. Der Woiwode nimmt die Auflehnung des Sohnes gegen seinen Willen nicht hin und setzt alles daran, die Verbindung zu zerschlagen. Unter dem Vorwand, er werde Wacław und Maria doch noch seinen Segen geben, sobald sich sein Sohn kriegerische Ehren erworben hat, lockt er diesen zusammen mit Marias Vater in den Krieg und lässt die junge Frau unterdessen ermorden. Als Wacław bei seiner Rückkehr vom Tod seiner Ehefrau erfährt, schwört er blutige Rache am eigenen Vater …

Auf Basis von Antoni Malczewskis gleichnamigem Epos, einem Höhepunkt der frühen romantischen Dichtung Polens, erschafft Roman Statkowski im Jahre 1903 ein musikdramatisches Werk von größter Ausdrucksstärke. Unverkennbar ist dabei sein Anknüpfen an die Werke der großen russischen Musikdramatiker Tschaikowsky, Rimski-Korsakow und Rubinstein. Folkloristische Klänge, nicht zuletzt in Form schwungvoller Tänze und Chöre sowie Anklänge an orthodoxe Kirchenmusik geben dem Werk sein typisches Lokalkolorit. Gleichzeitig aber ist auch der Einfluss Richard Wagners unüberhörbar. Nicht allein die Tatsache, dass Statkowski in seinem Libretto den Vatermord des Epos durch einen Liebestod ersetzt, sondern auch seine intensive Arbeit mit Leitmotiven machen dies deutlich. Mit einer ungemein farbigen Orchestrierung und größtem sinfonischen Schwung bringt Statkowski die alte Erzählung einer unstandesgemäßen Liebe im tödlichen Griff der Macht so packend auf die Bühne, dass man sich fragt, warum das Werk außerhalb Polens nahezu unbekannt ist. Das Oldenburgische Staatstheater zeigt die Deutsche Erstaufführung der Oper, die 1906 in Warschau uraufgeführt wurde.

Hier gelangen Sie zu einem oeins-Fernseh-Bericht über das Oldenburgische Staatsorchester und die Oper ,Maria' »

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Mit freundlicher Genehmigung von Oldenburg Eins

Bilder

 

Besetzung

Musikalische Leitung: Hendrik Vestmann
Bühne: Anne Neuser
Kostüme: David Gonter
Chorleitung: Thomas Bönisch
Licht: Ernst Engel
Dramaturgie: Annabelle Köhler
Waclaw: Jason Kim
Miecznik: Kihun Yoon
Wojewoda: Tomasz Wija
Zmora: Henry Kiichli
Pachole: Britta Glaser
Slacic: Sandro Monti/ Volker Röhnert
1. Kosak: Georgi Nikolov/ Ihor Salo
2. Kosak: Andreas Lütje/ Toshihiko Matsui
Opern- und Extrachor des Oldenburgischen Staatstheaters
Oldenburgisches Staatsorchester

Termine

Premiere — 17.03.2018

Spielstätte

Großes HausAnfahrt

Kurzeinführung