Die Leiden des jungen Werther

Johann Wolfgang Goethe
Bühnenfassung — Karsten Dahlem und
Marc-Oliver Krampe
Musik — Johann David Talinski, Hajo Wiesemann

Eine Übernahme vom Schauspiel Essen


„Wer hätte gedacht, dass Goethe so rockt! Karsten Dahlem zaubert frisches, lebendiges Theater auf die Bühne. Mit drei großartigen Darstellern im Spiel um alles oder nichts. Werther als Popstar! Großer Jubel!” (BILD Bremen)

„Ein geniales Konzept aus Bühnenfassung und Musik. (...) Die Darsteller sind ein Glücksgriff. Das Publikum liebt alle drei und leidet mit. (...) Jedes Wort klingt wie ein pochender Herzschlag.” (Nordwest Zeitung)


Goethes im Jahre 1774 in seiner ersten Fassung und 1787 als Überar­beitung erschienener Liebesroman machte den späteren deutschen Nationaldichter schon im Alter von 25 Jahren quer durch Europa zur Berühmtheit: Die in Briefform verfasste tragische Geschichte eines rasenden Begehrens löste
in ganz Europa Begeisterungsstürme, das sogenannte ‚Werther-Fieber‘ aus.

Während eines Tanzvergnügens auf dem Land lernt Werther Charlotte kennen und verliebt sich Hals über Kopf in sie. Lotte ist zwar mit Albert verlobt, begegnet Werthers Zuneigung aber mit Sympathie und so verbringen die zwei viel Zeit miteinander – bis Lottes zukünftiger Bräutigam auf der Bildfläche erscheint. Werther lässt ab von ihr, nimmt irgendwo eine Stelle an, kündigt sie wieder, macht eine sentimentale Reise in sein Geburtsstädtchen, versucht sie sich aus dem Kopf zu schlagen – vergeblich. Eines Tages kehrt Werther zu Charlotte und Albert, die mittlerweile ein Ehepaar sind, zurück, das Herz voller Liebe und Verlangen …

‚Die Leiden des jungen Werther‘ ist das Sittenbild einer ganzen Epoche und die berührende Tragödie einer bedingungslosen Leidenschaft, geschrieben im Geist der Aufklärung und in der Emphase des „Sturm und Drang". Goethes Welterfolg ist das glühende Bekenntnis zum „neuen", zum „lebendigen" Menschen im Konflikt mit der starren, ständischen Gesellschaft und dem philisterhaften Spießertum. Er ist „der künstlerische Ausdruck der humanistischen Revolte", so Georg Lukács; dieser wird durch das Ensemble des Oldenburgischen Staatstheaters und die Oldenburger Band Werther-Boys mit stürmendem und drängendem Enthusiasmus ins Heute geholt.

Video

Bilder

Besetzung

Bühne und Kostüme: Inga Timm
Musikalische Leitung: Hajo Wiesemann
Dramaturgie: Marc-Oliver Krampe
Charlotte: Magdalena Höfner
Albert: Klaas Schramm
Musiker: Dirk Brumund-Rüther, Stefan Laube, Felix Weth

Termine

Wiederaufnahme — 16.09.2015

Dauer

80 Minuten

Spielstätte

Kleines HausAnfahrt

Kurzeinführung