Nora

Henrik Ibsen

„Regisseur Peter Hailer macht aus ‚Nora’ einen Psycho-Krimi, für dessen Spannung fünf hervorragende Darsteller sorgen und der bei der Premiere im Kleinen Haus mit heftigem Beifall quittiert wurde.(...) Nientje Schwabe wandelt sich in der Titelrolle überzeugend von der niedlichen Puppe über die gehetzte Lügnerin zur nüchternen Erwachsenen, die keine Konsequenzen mehr scheut.” (Nordwest Zeitung)

„Weglaufen als einfachste Form der Konfliktbewältigung, legitimiert und mit dem Etikett der Courage versehen von einer Gesellschaft, der das Recht auf Selbstbestimmung über alles geht. Das alles wird darstellerisch wunderbar gelöst, insbesondere von Nientje Schwabe, deren Nora eine tief verwurzelte Egozentrik offenbart.” (Kreiszeitung)

„So wird der Skandal von einst (...) zu einem Psychokrimi erster Garde. Regisseur und Oberspielleiter Peter Hailer inszenierte den Klassiker der Theaterbühne in 100 sehenswerten und spannenden Minuten. Im ausverkauften Zuschauersaal gab es dafür für jeden der fünf Protagonisten starken Beifall und Bravo-Rufe. Regieteam inklusive.” (oldenburger-onlinezeitung.de)


Weihnachtszeit im Hause des Rechtsanwalts Torvald Helmer und seiner Frau Nora. Die beiden führen eine glückliche Ehe. Torvalds Karriere geht steil nach oben, Nora kümmert sich um das Wohlergehen von Mann und Kindern. Alles funktioniert reibungslos und der festlich geschmückte Tannenbaum sucht in der Nachbarschaft seinesgleichen. Vor Jahren sah das noch ganz anders aus: Torvalds schwere Krankheit, eine gefälschte Unterschrift und ein lebenswichtiges Darlehen eines windigen Geschäftsmannes stellten keine sehr vielversprechenden Weichen in die gemeinsame Zukunft. Aber heute ist das alles längst vergessen.

Nicht jedoch von Seiten des einstigen Geldgebers, der mittlerweile in Torvalds Bank angestellt ist. Als ihm dort die Entlassung droht, versucht er, Nora mit dem Wissen um die damaligen „Unregelmäßigkeiten“ zu erpressen. In der Krise fallen die Masken, wird die Belastbarkeit der Ehe auf die Probe gestellt. Nach und nach bekommt die mustergültige Verbindung Risse, bis die Beziehung scheitert, die Familie zerbricht.

Wo Ehe-Versprechen nicht mehr hinterfragt und aktualisiert werden, erstarren sie zu Konstrukten, gerinnt der Traum einer perfekten Beziehung zum Standbild, verliert die Fassade jede Anbindung an das Fundament. Nora tut, was sie tun muss, sie verlässt Mann und Kinder. Sie muss nun versuchen, außerhalb ihres „Puppenheims“ zu sich zu finden.

Bilder

 

Besetzung

Regie: Peter Hailer
Bühne: Dirk Becker
Kostüme: Natalia Nordheimer
Sounddesign: Xell
Dramaturgie: Daphne Ebner
Nora Helmer: Nientje C. Schwabe
Torvald Helmer: Jens Ochlast
Lars Krogstad: Klaas Schramm
Christine Linde: Franziska Werner
Dr. Niels Rank: Matthias Kleinert

Termine

Premiere — 06.11.2015

Dauer

100 Minuten

Spielstätte

Kleines HausAnfahrt

Kurzeinführung