Die Möwe

von Anton Tschechow
neu übersetzt von Elina Finkel


„Ein schöner Abend, diese ‚Möwe’.” (Kreiszeitung)

Das Unglück ist hier programmiert (...). Jeder möchte das sein und besitzen, was ihm unerreichbar ist. Allerdings unterhalten diese öden Versager (…) prima in einer kuriosen Mixtur aus Melancholie, Humor und russischer Musik. (…) Was in Erinnerung bleibt? Ein insgesamt überzeugendes, schön spielfreudiges Ensemble. Und psychologisch faszinierende Figuren.” (Nordwest Zeitung)


Die Arkadina ist wieder da! Als junges Mädchen auf dem Land aufgewachsen, in den Metropolen Russlands zu Ruhm gekommen, kehrt sie für einen Sommer heim auf das Gut ihres Bruders Sorin. An ihrer Seite, treu ergeben: Boris Trigorin, der berühmte Schriftsteller. Die Boheme auf dem Dorfe. Die Diva in der Provinz. Hier kann sie noch sein, was sie einst war. Denn ihr Glanz ist stumpf und ihre Börse leer. Doch weiß das hier niemand. Von alten Verehrern wird sie gefeiert, den jungen ist sie falsche Sonne. Das Alte, das alles überstrahlt. Besonders ihr Sohn Kostja friert in ihrem großen Schatten. Die Verehrung der Mutter ist dem jungen Schriftsteller das größte Hindernis auf dem Weg zu neuem Denken, neuem Leben und neuen Formen. Auch seiner Angebeteten Nina, die nur Augen für Trigorin hat, ist die Arkadina falsches Vorbild, in deren Nähe sie ihr Heil sucht und nur Unglück findet.

Überhaupt sucht in Anton Tschechows tragischer Komödie ‚Die Möwe‘ jeder nach dem Sinn des Daseins in einer ideologisch obdachlosen Gesellschaft. Unerfüllte Liebe, Kunst, Nostalgie und Alkoholismus machen dabei die Realität unmöglich. Sie sind Narkotika, Betäubungsmittel, scheinbare Auswege aus dem festgefahrenen System, das man hier Leben nennt und an dessen Ende sich einfach kein Daseinsgrund finden lässt. Die Alten sind süchtig nach Vergangenheit, die Jugend nach Zukunft und in der Gegenwart schimmelt das Brot.

 

In Kooperation mit dem Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg

 

 

Bilder

 
 

Besetzung

Regie: Elina Finkel
Bühne und Kostüme: Doey Lüthi
Licht: Ernst Engel
Dramaturgie: Jonas Hennicke
Irina Nikolajewna Arkadina: Caroline Nagel
Konstantin Gawrilowitsch Trepljow: Rajko Geith
Pjotr Nikolajewitsch Sorin: Ksch. Thomas Lichtenstein
Nina Michailowna Saretschnaja: Katharina Shakina
Ilja Afanasjewitsch Schamrajew: Andreas Krämer
Polina Andrejewna: Nientje C. Schwabe
Mascha: Rebecca Seidel
Boris Alexejewitsch Trigorin: Jens Ochlast
Jewgeni Sergejewitsch Dorn: Thomas Birklein
Semjon Semjonowitsch Medwedenko: Alexander Prince Osei

Termine

Premiere — 25.11.2017

17.12. 18.30 Uhr
22.12. 20.00 Uhr
29.12. 20.00 Uhr
05.01. 20.00 Uhr
10.01. 20.00 Uhr
18.01. 20.00 Uhr
21.01. 15.00 Uhr
30.01. 20.00 Uhr
13.03. 20.00 Uhr

Dauer

155 Minuten

Kurzeinführung

Spielstätte

Kleines HausAnfahrt