Men and Women (UA)

Ballett von Antoine Jully

„Diese Kombination von musikalischer Dramatik, expressiver Körperlichkeit und illustrierendem Bühnenbild ist eine Art Gesamtkunstwerk - ausdrucksstark und intensiv.” (Nordwest Zeitung)

„[...] kaum sind die Protagonisten einer Sequenz verschwunden, entwickeln sich sogleich neue Episoden im Zentrum oder fast beiläufig im Hintergrund. Dabei entspinnen sich zahlreiche intensive Duette oder Trios, die oft aus dem Gruppenszenen hervorgehen oder sich darin auflösen. [...] genaugenommen passt die Dramatik der Musik perfekt zu den inneren Zuständen, wenn zwei Menschen in Liebe zueinander entbrennen [...] Das Herz pocht wie wild und das Orchester dreht auf; aber es versteht sich natürlich auch auf die leiseren Töne.” (Kreiszeitung)

Men and Women – Männer und Frauen – Tänzer und Tänzerinnen. Das Beziehungsgebilde zwischen Menschen ist ein vielschichtiges und komplexes Geflecht, bereits Oscar Wilde sprach, wenn auch etwas drastisch formuliert, aus: „Zwischen Männern und Frauen ist keine Freundschaft möglich. Da gibt es nur Leidenschaften: Feindschaft, Anbetung, Liebe – aber keine Freundschaft.“ Chefchoreograf Antoine Jully beschäftigt sich in seiner ersten abendfüllenden Kreation mit verschiedenen Konstrukten von Beziehungen sowie Geschlechterkonstellationen und untersucht somit die Frage, was ist eine Frau, was ist ein Mann – was ist ein Mensch mit all seinen Emotionen, Passionen und Fehlern?

Die BallettCompagnie selbst steht im Mittelpunkt des Stückes, 12 Tänzerinnen und Tänzer, die jeden Tag miteinander verbringen, die sich stets physisch und psychisch auseinandersetzen, dabei manchmal an ihre Grenzen stoßen. Daher wird auch das Ensemble zum Untersuchungsgegenstand der Choreografie – unterschiedliche Beziehungen, die täglich auf kleinstem Raum, im Ballettstudio neu entstehen. Die Uraufführung ‚Men and Women‘ wird kein Handlungsballett sein, sondern die außerordentliche Emotionalität entsteht durch die extreme Körperlichkeit der Choreografie, Gefühle, die aus dem tiefsten Inneren der Tänzerinnen und Tänzer und deren Bewegungen evoziert werden. Die Komposition des schwedischen Komponisten Allan Pettersson (1911 – 1980), die vom Oldenburgischen Staatsorchester unter der musikalischen Leitung von Carlos Vázquez gespielt wird, war Antoine Jullys erster Zugang für die Kreation und zugleich Inspirationsquelle. Allan Pettersson, der die 6. Sinfonie (komponiert von 1963 – 1966) in einer schweren Zeit der Krankheit und Depression schrieb, lässt dem Zuhörer die Freiheit, von Liebe, Freude und Glück bis hin zu Wut, Schmerz und Trauer, alles zu fühlen, was ein Mensch nur fühlen kann und stellt somit einen ganzen Lebenskreislauf dar.

Die Komposition wird am Oldenburgischen Staatstheater zum ersten Mal eine Ballett- Realisation erfahren und mit großer Vorfreude und Spannung von der ‚Internationalen Allan Pettersson Gesellschaft‘ erwartet. Auch das Bühnenbild für ‚Men und Women‘ wird durch eine neue Kooperation zwischen Antoine Jully und der Oldenburger Goldschmiedin und Malerin Alexandra Telgmann verwirklicht. Man darf gespannt sein, wie ihre Zeichnungen, die normalerweise auf Leinwänden und Postkarten zu sehen sind, auf der Bühne des Großen Hauses präsentiert werden.

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Bilder

 
 

Besetzung

Musikalische Leitung: Carlos Vázquez
Choreografie: Antoine Jully
Kostüm: Judith Adam
Licht: Sofie Thyssen
Dramaturgie: Burkhard Nemitz
Musik: 6. Sinfonie von Allan Pettersson
Oldenburgisches Staatsorchester

Termine

Uraufführung — 12.03.2017

29.03. 19.30 Uhr
05.04. 19.30 Uhr
12.04. 19.30 Uhr
08.05. 19.30 Uhr
letzte Vorstellung:
31.05. 19.30 Uhr

Spielstätte

Großes HausAnfahrt