Meier Müller Schulz oder nienich wedder eensam (NDE)

von Marc Becker

Niederdeutsch von Rolf Petersen

 

„Das Trio Herwig Dust, Jakob Dalin und Rita Martens vom Ensemble der August-Hinrichs-Bühne gefällt mit charmantem Spiel und reichlich Situationskomik. Viel Applaus für einen kurzweiligen und nachdenklichen Abend.” (Kreiszeitung)


„Finden Sie nicht auch, dass Dschibuti wie ein Kosename klingt?”

Nie im Leben hätte sich der junge Herr Schulz als durchschnittlicher Geografie- und Geschichtslehrer vorstellen können, dass er sich eines Tages als Geisel in einer Einraumwohnung wiederfinden würde. Warum auch, Geld besitzt er keines und auch sonst ist sein gewöhnliches Leben zwischen Korrekturen, Familie und Wandern eher unscheinbar als spektakulär. Doch sein Kidnapper, Herr Meier, hat es weder auf sein Geld abgesehen noch besteht er auf andere Bedingungen. Herr Meier ist schlichtweg einsam und vermisst einen Gefährten für gemeinsame Stunden. Bewaffnet mit Pistole und Maske hat er sich Herrn Schulz als Geisel genommen und versorgt ihn mit Käsebrötchen. Genau an diesem Tag klingelt überraschenderweise Frau Müller an der Tür. Frau Müller, die ebenfalls auf der Suche nach sozialen Kontakten ist, wohnt direkt gegenüber, hat einen Eierkuchen gebacken und braucht dringend Nachbarschaftshilfe. Herr Meier soll ihren Eltern den Verlobten vorspielen. Oder vielleicht doch lieber Herr Schulz? Es entwickelt sich eine skurrile Dreiecksgeschichte, die auf besondere Weise ein gesellschaftliches Thema in den Mittelpunkt stellt – die Einsamkeit.

,Meier Müller Schulz‘, eine Geiselfarce so originell wie absurd, ist eines der meist gespielten Theaterstücke von Marc Becker und entstand 2005 als Auftragsarbeit für das Oldenburgische Staatstheater. Regie der niederdeutschen Erstaufführung führt der Autor und Regisseur selbst, der bereits in der vergangenen Spielzeit mit der Kultkomödie ,Sluderkraam in’t Treppenhuus‘ begeisterte.

 

 

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Bilder

Besetzung

Regie: Marc Becker
Bühne und Kostüm: Sandra Münchow
Dramaturgie: Sarit Streicher
Herr Meier: Herwig Dust
Herr Schulz: Jakob Dalin
Herr Müller: Rita Martens

Termine

Premiere — 12.02.2017

letzte Vorstellung:
25.03. 20.00 Uhr

Dauer

110 Minuten

Spielstätte

Kleines HausAnfahrt