Hänsel und Gretel

Engelbert Humperdinck (1854 — 1921)

Märchenoper in drei Bildern
Libretto — Adelheid Wette nach dem Märchen der Gebrüder Grimm
In deutscher Sprache
Ab 6 Jahren


„Ein vorweihnachtliches Geschenk hat das Staatstheater seinem Publikum zum Nikolaustag gemacht – die Premiere von Humperdincks Märchenoper ‚Hänsel und Gretel’. Musikalisch sehr gut gelungen und dank der fantasievollen, unaufgeregten Regie eine Inszenierung für Kinder und Opernliebhaber, die das Träumen und Schwelgen in romantischen Sphären noch nicht verlernt haben. (...) Uneingeschränkter Jubel für alle Beteiligten."
(Weser Kurier)

„Regisseur Michael Moxham erzählt die bekannte Geschichte mit großer Liebe zum Detail. Dirigent Roger Epple setzt das glänzend aufspielende Staatsorchester perfekt in Szene. Ein märchenhaftes Stück voll großer Melodien und schöner Bilder. (...) Tosender Applaus.”
(BILD Bremen)

„Schön ist dieses Märchen, auch ohne vorweihnachtlichen Zuckerguss, aber nicht niedlich. Einfache Lehre: Angst kann man überwinden. Dazu muss Moxham nicht den Zeigefinger heben. Jason Southgates Bühne und Ausstattung liefern Schaustücke voller Poesie in drei Bildern. Dirigent Roger Epple und das manchmal geradezu betörend farbenreich spielende Staatsorchester fügen ein weiteres Kunststück ein. Es gelingt ihnen, die Diskrepanz zwischen naivem Märchensujet und spätromantischen Klangwallungen nahezu aufzuheben. Aber bei aller Feinzeichnung und Neigung zu Volkstümlichkeit und Andächtigkeit behält die an Wagnersche Opulenz angelehnte Musik ihre Kraft und Größe.” (Nordwest Zeitung)


Haben wir nicht alle mitgefiebert, wenn Hänsel und Gretel sich im Wald verlaufen haben? Uns beim Einbruch der Dunkelheit mit den beiden gegruselt und vor der lockenden Knusperhexe gefürchtet? – Seit Generationen ist das Grimmsche Märchen aus unseren Kinderzimmern nicht wegzudenken, und Humperdincks geniale Vertonung von den Opernbühnen dieser Welt ebenso wenig! Manch einer mag mit diesem Stück sogar überhaupt seinen ersten Schritt in die faszinierende Welt der Oper getan haben.
Als Adelheid Wette ihren Bruder Engelbert Humperdinck bat, für den Geburtstag ihres Mannes einige Kinderlieder zu vertonen, die ihre Kinder zu Ehren ihres Vaters aufführen sollten, ahnte vermutlich noch niemand, welche Weltkarriere diese einmal machen sollten. Aus vier Liedern wurde zunächst ein kleines Singspiel und dann eine ganz große Oper für die Kleinen (und Großen!).
Dass Humperdinck von der Musik Wagners fasziniert war, ist dabei unverkennbar, denn er begnügt sich keinesfalls damit, all die bekannten und eingängigen Kinderlieder wie ‚Suse, liebe Suse‘ oder ‚Ein Männlein steht im Walde‘ im schlichten Volksliedsatz zu zitieren, sondern er nimmt diese vielmehr zum Ausgangspunkt einer hochromantischen Klangschwelgerei, die das Märchen in ein ebenso stimmungs- wie geheimnisvolles Bühnenwerk verwandelt.
Kein Wunder also, dass das Werk bereits bei seiner Entstehung das Interesse der größten Dirigenten seiner Zeit auf sich zog. Die Uraufführung im Jahre 1893 in Weimar dirigierte denn auch kein Geringerer als Richard Strauss, der in den höchsten Tönen von der Oper schwärmte und sie „ein Meisterwerk erster Güte“ nannte. Auch fast 125 Jahre später kann man sich seiner Begeisterung nur anschließen.

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Bilder

 
 

Besetzung

Musikalische Leitung: Carlos Vázquez
Bühne und Kostüme: Jason Southgate
Chor: Thomas Honickel
Dramaturgie: Annabelle Köhler
Peter: KS Paul Brady
Gertrud: Maaike Poorthuis
Hexe: Melanie Lang
Sand- und Taumännchen: Sooyeon Lee
KlangHelden Kinder- und Jugendchor
Oldenburgisches Staatsorchester

Termine

Wiederaufnahme — 23.11.2016

Dauer

120 Minuten

Spielstätte

Großes HausAnfahrt