Dracula

nach Motiven aus dem Roman von Bram Stoker
Bühnenfassung von Robert Gerloff und Jonas Hennicke

Uraufführung

 

„Starke Schauspieler, skurrile Regieeinfälle und Musik von Rammstein veredeln das berühmte Schauermärchen für die Bühne des Kleinen Hauses. (...) Die Uraufführung des Stücks war ganz nach dem Geschmack des Publikums. Es feierte die zweistündige Dracula-Revue mit lang anhaltendem Applaus.” (Nordwest Zeitung)


Mitten im Sturm des Jahrhunderts strauchelt vor der Küste Englands ein Schiff über die peitschende See. Seine Takelage ist zerrissen und die Mannschaft scheint die Kontrolle verloren zu haben. Das Boot droht an den Klippen zu zerschellen. Doch als die Küstenwächter schon alle Hoffnung auf Rettung verloren haben, steuert der Kahn wie von Geisterhand gelenkt auf den Hafen zu und stößt mit voller Wucht, doch sicher in den Sand des Piers. Ein Wunder ist geschehen. Aber als das Schiff betreten wird, findet man es verlassen vor. Das einzige Zeichen menschlichen Lebens an Bord ist die Leiche des Kapitäns – an das Steuerrad gefesselt, die Hände umklammern ein Kruzifix. Ansonsten scheint dieses Geisterschiff leer. Doch in seinen Lagerräumen lauert mehr Unheil, als die harmlosen Kisten mit rumänischer Heimaterde vermuten lassen …
Vlad III. Draculae, Vlad Tepes, der Pfähler, Graf Dracula – das Grauen, welches seit Hunderten von Jahren in den Bergen Transsilvaniens vermutet wird, hat beinahe so viele Namen, wie es Bücher darüber gibt. Das bekannteste von ihnen, Bram Stokers ,Dracula‘, hat sich im 20. Jahrhundert in unser kollektives Gedächtnis bis tief hinein in die Breiten der Popkultur gefressen. Vampire sind hip seit Max Schreck! Und das beweisen nicht nur die trivialen Buchreihen, die in den vergangenen Jahren die Bestsellerlisten eroberten, sondern auch klug gemachte Kinoproduktionen wie jüngst Jim Jarmuschs ,Only lovers left alive‘.
Passend hierzu baut Regisseur Robert Gerloff, im Todesjahr von Christopher Lee, eine rasante und zugleich geistreiche Parodie über die literarischen und popkulturellen Auswüchse des Mythos einer Chimäre zwischen Mensch, Tier und Dämon.
Den Dekadenz-Romanen der Jahrhundertwende entsprungen, verkörpern diese Wesen immer noch die Angst der zivilisierten Welt vor der Entfesselung der dionysischen Kräfte. Sie schlummern in einem jeden von uns und ein kleiner Van Helsing in unseren Köpfen versucht täglich von Neuem, sie zu pfählen. Denn wehe, wenn sie losgelassen: Der Untergang des Abendlandes stünde bevor!

Video

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Radio Bremen schaute hinter die Kulissen

Bilder

 

Besetzung

Bühne: Maximilian Lindner
Kostüme: Johanna Hlawica
Musik: Xell
Licht: Sofie Thyssen
Dramaturgie: Jonas Hennicke
Film: Christopher Fromm
Soufflage: Justine Wiechmann
Dracula: Johannes Lange
Mina Murray: Agnes Kammerer
Lucy Westenra: Lisa Jopt
Van Helsing: Thomas Birklein
Jack Seward: Maximilian Pekrul
Jonathan Harker: Alex Friedland
Statisterie: Kerstin Druivenga, Sebastian Groß, Jannika Olesch, Michael Zogall

Termine

Premiere — 03.10.2015

Dauer

130 Minuten

Spielstätte

Kleines HausAnfahrt

Kurzeinführung